Posts Tagged ‘Sarkozy’

Laizismus rechter als Le Pen?

März 24, 2015

Außerdem versuchte Sarkozy durch scharfe Ansagen, die im eigenen Lager umstritten waren, Le Pen quasi rechts zu überholen: so forderte er ein Verbot des islamischen Kopftuchs an den Unis

(Kurier)

Sonst will man immer progressiv sein, bei den „Edlen Wilden“ werden reaktionäre Anwandlungen wie Geschlechtertrennung und Verschleierung als drollige, schützenswerte Eigenheiten wahrgenommen.

Die reaktionäre islamische Verschleierung wird daher von Linken geschützt, während der Verteidiger des Laizismus, eines klassischen progressiven Wertes, rechter als Le Pen sein soll.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im Fall der Türkei übrigens längst entschieden, dass so ein Kopftuchverbot zulässig ist.

Allerdings sind viele Richter ähnlich gepolt wie unsere linken Journalisten und so ist zu befürchten, dass auch die Gerichte von ihrer eigenen progressiven Rechtsprechung regredieren, wenn es um den Islam geht.

Burka in der Schule

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Le Pen als einzige Chance für Frankreichs Linke

März 22, 2015

Départementswahlen in Frankreich: Marine Le Pens Front National wird zweitstärkste Kraft

Le Pen

Die Konservativen vorn, die Rechtsextremen auf dem zweiten Platz, die regierenden Sozialisten abgeschlagen: Die erste Runde der französischen Départementswahlen hat die UMP von Ex-Präsident Sarkozy klar gewonnen.

(Spiegel)

Marine Le Pen bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück, doch die üblichen Mahner gegen die „Rechte Gefahr“ wirken fast enttäuscht.

Der „Kampf gegen Rechts” wird nur dann vehement eingefordert, wenn man der politischen Mitte ein schlechtes Gewissen einreden will.

Die Wahlen haben gezeigt, dass die klare Mehrheit der Franzosen keine linke Politik will.

Frankreichs Sozialisten (und dem Spiegel) wäre ein Wahlsieg Le Pens wohl lieber gewesen, da eine Polarisierung gegen das rechte Schreckgespenst Le Pen die einzige Chance für eine Wiederwahl Hollandes darstellt.

Profiteure der Polarisierung

April 23, 2012

Interessant, dass sich diesmal keiner von den üblichen “Kämpfern gegen Rechts” darüber zu empören scheint, dass eine rechtsextreme Partei ein Rekordergebnis eingefahren hat.

Stattdessen sind die Misiks oder Augsteins aufgekratzt und träumen vom linken Endsieg, weil der rechte Sarkozy 1 % weniger Stimmen als sein sozialistischer Herausforderer erhalten hat.

“Der Kampf gegen Rechts” wird nur dann vehement eingefordert, wenn man der politischen Mitte ein schlechtes Gewissen einreden will.

Die Wahlen haben gezeigt, dass die klare Mehrheit der Franzosen im Moment keine linken Experimente ausprobieren will.

Falls es Le Pen trotzdem gelingen sollte, ihre Wähler von der Wahl Sarkozys abzuhalten, wird es zwar einen sozialistischen Präsidenten geben.

Die FN wird dann jedoch Frankreichs dominante rechte Partei sein.

Vielen Linken wäre dies jedoch ohnehin ganz recht.

Durch jene Polarisierung ließe sich die Trennung zwischen Gut (Links) und Böse (Rechts) besser aufrechterhalten.

Gestern: „Brandstifter“ – Heute: „Nutznießer“

März 21, 2012

Gestern wurde Sarkozy als geistiger „Brandstifter“ eines möglicherweise rechtsextremen Anschlags angeprangert.

Nachdem sich die Theorie des „Brandstifters“ heute nicht mehr aufrecht erhalten lässt, wird Sarkozy von demselben „Standard“-Journalisten zum „Nutznießer“ der Anschläge erklärt.

Hätte irgendein rechter Journalist die Unverschämtheit besessen, die norwegischen Sozialisten als Nutznießer des Breivik-Dramas oder den Grünen Cem Özdemir als Profiteur des NSU-Terrors darzustellen?

Gegen rechte Politiker dürfen sich linksextreme Schmierfinken jedoch alles herausnehmen.

„Spiel mit dem Feuer“

März 21, 2012

Sarkozy, der Sohn von Immigranten aus Ungarn und Griechenland, ist ebenso wenig Rassist wie Hollande. Doch er spielt gern mit dem Feuer, bläst kräftig in die Glut.

Damit stellt sich die Frage von selbst: Kann dieses Umfeld, kann diese zum Teil künstlich aufgeputschte Wahlstimmung einen Geistesgestörten veranlassen, zur Tat zu schreiten?

http://derstandard.at/1331780192991/Kommentar-von-Stefan-Braendle-Sarkozys-Spiel-mit-dem-Feuer

Wäre der Täter ein Rechtsextremer gewesen, wäre Sarkozy laut Standard für die „Schaffung des Umfelds“ verantwortlich gewesen.

Nun dürfte es sich bei dem Täter doch um einen Israelhasser handeln:

http://derstandard.at/1331780209491/Anschlagsserie-in-Frankreich-Toulouse-Terrorverdaechtiger-hat-sich-in-Wohnhaus-verschanzt

Wird man nun diejenigen, die zwar keine Antisemiten sind, aber durch ihre ständige Israelkritik ein Umfeld von Judenhass geschaffen haben, ebenfalls verantwortlich machen?

http://americanviewer.wordpress.com/2012/03/21/al-quaida-und-toulouse-im-mainstream/

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/03/22/lieber-sigmar-gabriel-2/

„Hitlers und Merkels Vabanquespiel“

Februar 10, 2012

Klein Augstein vergleicht Merkels Auftritt bei Sarkozy mit Hitlers „Vabanquespiel“:

Die deutsche Politik sollte für solche Spiele berüchtigt werden, von Friedrich über Bismarck zu Wilhelm und Hitler: Vabanque, es gilt die Bank, alles oder nichts. Merkel ist auch so eine Spielerin.

Die „Pastorentochter“ Merkel betreibe ein „gefährliches Eiferertum der Vernunft“:

Die Pastorentochter Merkel bleibt unbeirrt in ihrem Glauben: Schulden kommen von Schuld und verlangen nach Opfern. Dass solcher Schulden-Kapitalismus mehr mit Religion zu tun hat als mit Ökonomie, kommt im englischen Wort „redeem“ noch besser zur Geltung: Einlösen und erlösen. Merkel zeigt, dass auch Pragmatiker Fundamentalisten sein können und dass es ein gefährliches Eiferertum der Vernunft gibt. Merkel, so viel ist sicher, ist keine konservative Kanzlerin. Sie ist eine Radikale.

Sarkozy, der „Katholik mit jüdischen Wurzeln“, sei hingegen ein „nicht ernst zu nehmender Hans Rosenthal der französischen Politik“:

Ausgerechnet Sarkozy, ein Katholik mit jüdischen Wurzeln, ermöglicht den protestantischen Rigorismus der Pastorentochter aus der brandenburgischen Steppe. Ausgerechnet Sarkozy, über den sich die deutschen Zeitungen nicht genug in Spott ergehen konnten und gegenüber den das diplomatische Berlin beinahe alle Zurückhaltung fahren ließ. Sarkozy, das war mal die Botschaft vom Werderschen Markt, sei eine Art Hans Rosenthal der französischen Politik und ungefähr genauso ernst zu nehmen.

Mehr zu Augstein bei „American Viewer“:

http://americanviewer.wordpress.com/2012/01/28/show-me-some-ostrealo/

Merci Sarkozy

August 29, 2011

Der Westen hatte sich mit Gaddafi gut arrangiert.

Ohne KGB waren Gaddafis Möglichkeiten, Terror einzusetzen, recht beschränkt.

Die neue Generation islamistischer Terroristen war auf Gaddafis Geld nicht angewiesen.

Nach 9/11 wurde das Kriegsbeil zwischen Gaddafi und dem Westen endgültig begraben.

Stattdessen widmete man sich lukrativen Geschäften.

Gaddafis Probleme begannen erst, als die prowestlichen Regierungen in Ägypten und Tunesien friedlich gestürzt wurden, und dadurch auch seine eigenen Untertanen genug Mut zur Auflehnung fassten.

Gerade Sarkozy und Berlusconi hätten mit einem Status Quo in Libyen sehr gut weiterleben können.

Obama wollte sich sowieso heraushalten.

Was wäre wohl geschehen, wenn Sarkozy nicht die Initiative ergriffen hätte?

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Merci Sarkozy

August 20, 2011

Gaddafis Regime wird bald Geschichte sein.

Ich hoffe sehr, dass sich der Westen um Gaddafis Auslieferung bemühen wird, um ihn für Terrorstreiche wie Lockerbie endlich den Prozeß zu machen.

Ohne seine Öl-Macht wird man Gaddafi endlich wieder als das behandeln, was er ist:

Ein gemeiner Mörder.

Wäre Sarkozy nicht beherzt eingeschritten, wäre diese Chance wohl für immer dahingewesen.

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Diskriminiert Sarkozy die Roma?

August 28, 2010

Wie alle anderen EU-Bürger dürfen bulgarische und rumänische Roma ihren Wohnsitz innerhalb der EU frei wählen. Es steht ihnen daher frei, sich in Frankreich eine Arbeit zu suchen, eine Wohnung zu mieten und ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Die Errichtung illegaler Siedlungen und die Erwirtschaftung des Lebensunterhalts durch illegale Aktivitäten werden jedoch nicht vom EU-Recht auf Freizügigkeit abgedeckt.

Wer meint, den Roma stehe – anders als allen anderen EU-Bürgern – das Recht zu, illegale Siedlungen zu errichten, diskriminiert die Roma.

Positive Diskriminierung mag zwar am Anfang angenehm sein – letztlich trägt sie dazu bei, aus den in Osteuropa diskriminierten Menschen in ganz Europa diskriminierte Menschen machen.