Vergangenheit und Zukunft des Terrorismus

Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war Gaddafi der größte Terrorpate.

Er finanzierte linke Terrorgruppen wie die PFLP,  Brigate Rosse, RAF, IRA, FLNC, ETA und natürlich den internationalen Top-Terroristen Carlos.

Carlos Bande arbeitete Anfang der 80er Jahre für Gaddafi und verübte in seinem Auftrag in Frankreich, Italien und Griechenland entsetzliche Terroranschläge.

Außerdem dürften Carlos deutsche Komplizen Gaddafis Agenten dabei behilflich gewesen sein, in der BRD lebende Exil-Libyer zu ermorden.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verloren die linken Terrorgruppen ihren logistischen KGB-Rückhalt und lösten sich rasch auf.

Die neue Generation von islamistischen Terroristen war auf Gaddafis Geld nicht angewiesen.

Um was für Gesellen es sich bei den Rebellen handelt, ist leider noch völlig unklar.

Wenn man die Aufständischen mit Luftangriffen unterstützt, riskiert man, die Pattstellung zwischen Gaddafi und seinen Gegnern von Bengasi zu zementieren.

So schafft man sich neben dem alten Terrorpaten womöglich noch ein Nest für neue Terrorpaten vor der eigenen Haustüre an.

Leider hängen mit Gaddafi weite Teile der libyschen Bevölkerung zusammen, die über 40 Jahre Teil seines Systems waren.

Diese Teile der Bevölkerung wissen, dass sie mit Gaddafi gemeinsam untergehen würden und werden daher nicht kampflos das Feld räumen.

Das Eingreifen einer ordnenden Macht wäre daher für alle Beteiligten das Beste.

Gaddafi würde in Den Haag landen, aber immerhin würde er wohl mit dem Leben davonkommen, seiner Brut könnte man sogar den Gang ins Exil gestatten.

Vor allem wäre es jedoch entscheidend, Gaddafis einfachen Gefolgsleuten ein Minimum an Schutz vor den rachsüchtigen Mitbürgern und eingesickerten Jihadisten zu gewährleisten.

Klar wäre eine Invasion mit Problemen verbunden, wie der Irak gezeigt hat.

Überläßt man Libyen den Kriegsparteien von Tripolis und Bengasi würde dies wohl zu einem dauerhaften Konfliktherd mit einem gewaltigen Terrorpotential für Europa führen.

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8 Antworten to “Vergangenheit und Zukunft des Terrorismus”

  1. Asyl für Gaddafi « Aron Sperber Says:

    […] seine alten Terrorstreiche müsste er sich freilich vor Gericht verantworten, da Mord nicht […]

  2. kakerlak Says:

    „Um was…“ = falsch
    „Um welche…“ = richtig

  3. Gaddafi verliert seine „Schwerter“ « Aron Sperber Says:

    […] So muss er sich damit begnügen, sein eigenes Volk zu terrorisieren. […]

  4. Gaddafi und die „Revolutionären Zellen“ « Aron Sperber Says:

    […] die Rolle seiner Komplizen könnte bei so einem Prozess endlich beleuchtet […]

  5. Gaddafi soll leben « Aron Sperber Says:

    […] die Rolle seiner Komplizen könnte bei so einem Prozess endlich beleuchtet […]

  6. Merci Sarkozy « Aron Sperber Says:

    […] Ohne KGB waren Gaddafis Möglichkeiten, Terror einzusetzen, recht beschränkt. […]

  7. Gaddafis italienischer Komplize « Aron Sperber Says:

    […] zu einer Zeit, als Gaddafis wilde Terrorjahre schon längst vorüber […]

  8. Ist der Dalai Lama doch böse? « Aron Sperber Says:

    […] ihres Landes mit Terror zur Wehr setzte, sondern auch die RAF, die Roten Brigaden und alle anderen Terroristen, die gegen den imperialistischen Feind ihre absurden […]

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