Sinnloses Blutvergießen vermeiden

Putin weiß seit dem Syrienkonflikt ganz genau, dass weder Obama noch die EU bereit wären, ihren großen Worten Taten folgen zu lassen.

Die Ukrainer sollten sich daher keine falsche Hoffnungen machen und nicht weiter auf ihre “territoriale Integrität” beharren, sondern nach einer pragmatischen Lösung für eine saubere Trennung suchen.

Staatsgrenzen beruhen nicht auf Naturgesetzen und können daher neu gestaltet werden, wenn sich die Umstände ändern.

Wenn in einer Region eine Mehrheit zu Russland will, sollte sie das dürfen (selbst wenn Putin es umgekehrt nicht gestatten würde).

Solange die Ukraine völlig vom russischen Gas abhängig und militärisch nicht auf Augenhöhe ist, bedeutet ein Krieg ohnehin nur sinnloses Blutvergießen.

Wenn die EU die Ukraine (und sich selbst) aus der Abhängigkeit von Putins Gas lösen will, muss sie endlich damit beginnen, auf dem Energiesektor dem Beispiel der USA zu folgen.

Die Förderung von Schiefergas ist zumindest ein kleiner Schritt aus der Abhängigkeit von Rohstoff-Despoten.

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4 Antworten to “Sinnloses Blutvergießen vermeiden”

  1. qwertzman Says:

    Viele „russische“ Ukrainer wollen zudem nicht nur aus nationalistischen Gründen sondern auch langweiligen wirtschaftlichen Gründen, wie höhere Renten und Löhne zu Russland gehören: „Erst das Fressen dann die Moral“.
    Andererseits sind viele junge Menschen auch in der Ostukraine eher für Europa: http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-ueber-junge-ukrainer-sie-glauben-an-europa-aber-nicht-an-seine-regeln-1.1953967

    • aron2201sperber Says:

      “Erst das Fressen dann die Moral”.

      ich gebe dir absolut recht:

      die EU ist als Wirtschafts-Projekt erfolgreich und attraktiv gewesen.

      die EU hat jedoch an teilweise selbst verursachten Problemen zu kämpfen, während Putin einfach die Gewinne aus den hohen Rohstoffpreisen verteilen kann.

      will man auch für die Ostukrainer attraktiv sein, müsste man wieder mehr zu bieten haben…

      …und zwar nicht nur ideelle Werte, sondern Wohlstand (der ohne Rohstoff-Reichtum nur durch eine funktionierende Wirtschaft geschaffen werden kann).

    • aron2201sperber Says:

      Putin wird von seinen westeuropäischen Fans (insbesondere den rechten) ja auch wegen seiner wirtschaftlichen Erfolge bewundert.

      Ebenso gut könnte man allerdings auch Saudi-Arabien oder den Sozialismus von Hugo Chavez zum Vorbild nehmen.

      Das Geheimnis seines ökonomischen Erfolges ist nämlich genau das gleiche.

      Während der Ölpreis zu Jelzins Zeiten bei durchschnittlich 25 $ lag, standen Putin etwa dreimal so viel Petrodollars zur Verfügung.

  2. Klaus Kalweit Says:

    Zitat:
    Solange die Ukraine völlig vom russischen Gas abhängig und militärisch nicht auf Augenhöhe ist, bedeutet ein Krieg ohnehin nur sinnloses Blutvergießen.

    Diesen Satz verstehe ich nicht ganz.
    Soll das bedeuten, daß ein Krieg durchaus sinnvolles Blutvergießen nach sich ziehen würde, wenn die Ukraine militärisch ebenbürtig wäre?

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