Das Pegida-Symptom

So ziemlich der beste Beitrag, der bis jetzt zu diesem Thema verfasst wurde:

Pegida ist keine Krankheit, Pegida ist das Symptom

(Monika Maron – Die Welt)

Bravo Springer!

Advertisements

Schlagwörter:

14 Antworten to “Das Pegida-Symptom”

  1. American Viewer Says:

    Ich würde das nicht als „Springer“ werten. Es sind Individuen wie Maron, Lengsfeld, Martenstein, Broder, die sich immer wieder mit guten Debattenbeiträgen melden.

    Beiträge, die allerdings in der politischen Landschaft keinen Widerhall finden.

    Interessanterweise kommen dabei überproportional viele dieser „prowestlichen“ Individuen aus Ostdeutschland, und nicht selten aus dem Umfeld von Bewegungen, die schon gegen das DDR-Regime gekämpft haben.

    • aron2201sperber Says:

      die guten Beiträge treten bei der Welt doch schon ziemlich gehäuft auf.

      das erinnert mich an einen Witz:

      Verkehrsfunk: Achtung, ein Geisterfahrer auf der A2

      Autofahrer: was heißt hier einer?

  2. Paul Says:

    Das ist für mich der Schlüsselsatz:
    >Nimmt man die Pegida-Anhänger beim Wort, dann halten sie es für unsere und ihre Pflicht, Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte aufzunehmen, abgelehnte Asylbewerber aber abzuschieben, und sie fordern eine gesetzlich geregelte Einwanderung.<

    Was ist daran rassistisch oder fremdenfeindlich?

    Ergänzen würde ich: Das Asylverfahren ist innerhalb von 3 Monaten abzuschließen.

    Wenn das von allen EU-Ländern so gemacht werden würde, könnte man die Schlepperbanden austrocknen und es würden sich auch weniger Menschen in Gefahr bringen als jetzt.

    Die dadurch frei werdenden Gelder sollten in die Entwicklungshilfe gesteckt werden. Aber in eine Hilfe, die auch den Zweck erfüllt. Stichwort: Hilfe zur Selbsthilfe.

    Herzlich, Paul

    • Olaf Says:

      Und dann werden die abgelehnten Asylmassen abgeschoben? Ob das ästhetischer ist, als sie erst garnicht reinzulassen, wage ich zu bezweifeln. Ich kann mir schon vorstellen, wie Panorama über diese Abschiebungen berichtet: Heulende Kinder in Zeitlupe, dazwischen Bilder vom Warschauer Ghetto und Hitler und ein Experte der Parallellen sieht.

      • Paul Says:

        Lieber Olaf,
        das mag alles so passieren. Da müssen wir dann eben durch. Ich sehe aber keine Alternative, weil ich nicht möchte, dass die Grenzen total dicht gemacht werden.
        Die Feststellung der Asylberechtigung zum Zeitpunkt der Einreise halte ich für nicht machbar.
        Asylanten Hilfe zu gewähren, ist eine humanistische Verpflichtung. Jedenfalls habe ich soviel aus der Geschichte gelernt.

        Herzlich, Paul

    • aron2201sperber Says:

      ich bin einerseits bei Paul, da ich es ebenfalls für eine humanitäre Verpflichtung halte, Flüchtlinge aufzunehmen.

      ich bin andererseits bei Olaf, da ich es ebenfalls für unrealistisch halte, die Flüchtlinge nach jahrelangen rechtsstaatlichen Verfahren wieder abzuschieben,

      es gäbe jedoch eine Lösung, die beide Ansätze berücksichtigt:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/12/27/voraussetzungen-fur-ein-effizientes-asylsystem/

      keine Verfahren mehr nach illegaler Einreise – und sofortige Zurücksendung in die Transitländer (Türkei, Tunesien, Libyen, Marokko, Ägypten, Weißrussland, Ukraine)

      dafür eine Aufnahme von Kontingenten aus UNO-Lagern (nur mit geklärten Identitäten und der Möglichkeit Problem-Asylanten wieder in diese Lager zurückzuschicken)

  3. Paul Says:

    Lieber Aron,…

    >ich bin andererseits bei Olaf, da ich es ebenfalls für unrealistisch halte, die Flüchtlinge nach jahrelangen rechtsstaatlichen Verfahren wieder abzuschieben,Ergänzen würde ich: Das Asylverfahren ist innerhalb von 3 Monaten abzuschließen.<

    Kann es sein, dass Du dies überlesen hast?

    Herzlich, Paul

    • Paul Says:

      Hier ist was durcheinander geraten.

      Dieses Zitat habe ich in 5.1. 12:29 geschrieben:
      >Ergänzen würde ich: Das Asylverfahren ist innerhalb von 3 Monaten abzuschließen.<

      Das hast Du wohl übersehen.

    • aron2201sperber Says:

      sobald man ein Verfahren zulässt, ist es unmöglich es auf 3 Monate zu beschränken, da man jedem die gleichen rechtsstaatlichen Mittel geben muss.

      um die Verfahren nach den heutigen Standards in 3 Monaten durchzuziehen müsste man tausende zusätzliche Juristen einstellen.

      und die würden die Verfahren wohl erst recht wieder in die Länge ziehen.

      um festzustellen, was irgendwo in einem anderen Teil der Welt vor Jahren passiert ist, ist ein Asylverfahren einfach ungeeignet und lädt zu juristischem Missbrauch ein.

      würde man die Leute selbst aus den UNO-Lagern in Libanon oder Jordanien holen, hätte man das Problem nicht.

  4. Paul Says:

    >dafür eine Aufnahme von Kontingenten aus UNO-Lagern (nur mit geklärten Identitäten und der Möglichkeit Problem-Asylanten wieder in diese Lager zurückzuschicken)<

    Die Idee finde ich sehr gut.
    Wäre sofort dafür das UNRWA Lager in Jerusalem komplett aufzulösen. Oder auch das bei Bethlehem mit dem klangvollen Namen Aida. Mit dem könnte man anfangen. Hat nur 3000 Einwohner.*

    Die wären sogar bequem in Berlin unterzubringen. 🙂

    Das wäre doch mal ein Beitrag zur Entspannung der Situation in Nahost.
    Danke für diesen Hinweis.

    Herzlich, Paul

    *https://ingoway2.wordpress.com/2011/01/06/fluchtlinge-aus-freien-stucken/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: