Die Moschee des IS-Killers von Manchester

Der IS-Killer von Manchester dürfte fast die identische Familiengeschichte wie Österreichs bekanntester IS-Mörder haben. Die Moschee, in der Salman Abedi sozialisiert wurde, ist wohl der „gemäßigten“ Muslimbruderschaft zuzurechnen.

Muslimbrüder predigen zwar nicht offen Terror. Durch ihre Darstellung des Islam als Opfer des islamophoben Westens erzeugen sie den Hass, der junge Muslime dazu motiviert, sich dem IS anzuschließen.

Die Distanzierungen der Muslimbrüder vom IS sind doppelzüngig. Denn in der Praxis solidarisieren sich Muslimbrüder stets mit ihren radikaleren Brüdern im offenen Jihad- bzw. streng verschleierten Burka-Modus.

In Deutschland hat sich Jürgen Todenhöfer darauf spezialisiert, die Opfer-Rhetorik der Muslimbrüder zu bedienen:

Bild könnte enthalten: Text

Dabei werden die IS-Mörder zwar „wie die US-Mörder“ verurteilt. Tatsächlich setzte sich Todenhöfer jedoch stets für den Erhalt des IS-Territoriums ein. Die Befreiung von Ramadi und Mossul vom IS wurden von Todenhöfer als Angriffe gegen den Islam verurteilt. Obwohl Todenhöfer den IS als das Gegenteil vom Islam darzustellen versucht, setzt er Angriffe gegen den IS mit Angriffen gegen den Islam gleich.

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10 Antworten to “Die Moschee des IS-Killers von Manchester”

  1. salamshalom Says:

    JT überspannt vieles, ist aber der mutigste schrullige Typ, den ich kenne. Und, wo gehobelt wird, fallen Späne:

    Ich glaube mich erinnern zu können, dass in „linken, Putin-versteherischen- und antiamerikanischen Foren“ bereits sehr früh während des „arabischen Frühlings“ über genau diese Entwicklung berichtet wurde. Aber, die Putinversteher sind ja PR-verseucht und die RUssen lügen doch wie gedruckt, während das Infernal der Demokratie und der Gerechtigkeit im Westen steht und genau weiß, wie man Probleme beseitigt. Human, versteht sich…

    • aron2201sperber Says:

      Gaddafi war ja am Ende bester Kumpel von Berlusconi etc.

      weil er aber in den 70ern und 80ern zum Ostblock gehörte, bleib er für euch immer ein guter Kerl:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/02/24/alter-terrorpate-warnt-vor-neuem-terrorpaten/

      in der islamischen Welt sind miese Diktatoren , die mit dem Wegfall der Sowjets sowieso viel von ihrem Spielraum haben, das geringere Übel.

      Todenhöfer ist ein Fan der MB-Islamisten, die genau der Grund sind, warum Diktatoren noch das geringere Übel sind.

      was du als Linker am Stahlhelm Todenhöfer, der ja nicht nur Islamisten wie Erdogan, sondern auch rechte Diktatoren wie Pinochet verehrt hat, findest, musst du mir schon genauer erklären

      • salamshalom Says:

        Es geht wie immer nicht um Gaddafi. Es geht auch wie immer nicht um Assad. Oder irgend einen anderen Depoten. Oder Diktator.
        Es geht wie immer um die Arroganz und Ignoranz des „weißen Mannes“, der sich eingebildet hat, die Schwäche anderer Länder und Kulturen dazu nutzen zu können, seine eigenen Pfründe zu sichern. Durch massiven Einsatz von Gewalt, Tod, Vertreibung und Vernichtung.
        Ihr hattet nie Angst vor Gaddafi oder Assad. Aber ihr macht euch jetzt vor Angst in die Hose wegen all der Idioten, die durch und von „demokratischer Allianz“ – Gnaden entweder einen ideologischen Boost erhalten haben oder gleich die militärische Ausbildung von ihnen erhalten haben.
        Dabei fällt euch außer „Islam Islam“ nichts ein und täglich wiederholt sich diese Leier.
        All` die Eckdaten, Hintergründe und Fakten zu den einzelnen Rucksackträgern werden – wegen „Islam Islam “ – maximal zur Randnotiz.
        Dabei gibt es doch so eine einfache Rechnung, die ihr aufmachen könnt, die ihr vor Jahren schon, als der „arabische Frühling“ ach doch noch so eine edle, junge, dyamische und friedliche Bewegung war, hättet zwingend aufmachen müssen:
        Was passiert mit all` den westlichen Kämpfern für Demokratie und Freiheit, wenn sie ihren Tripp und ihr kleines Abenteuer im bösen Ausland aus irgendwelchen Gründen beenden müssen, beendet haben?
        Ach, sie kommen zurück? In ihre Heimat? Und bringen andere Rucksackträger mit? In unsere Heimat? Was, und die fangen dann keine Ausbildung als Schreiner oder Bürokaufmann an, sondern machen ebenso weiter wie in Libyen, Syrien?
        Ja Hammer, warum hat uns das nicht jemand vorher gesagt!!
        Ach so, stimmt, der „Islam Islam“ ist schuld. Natürlich.
        Den gibt es zwar seit 1400 Jahren, aber jetzt, jetzt erst in den letzten 15 Jahren, scheint er aus irgendwelchen uns vollkommen unbekannten und nicht nachvollziehbaren Gründen zu exacerbieren. Diese böse, böse Religion.
        Aber wir, hier in Europa, in Westen, sind friedlich, wir lassen uns von diesen Perversen nicht fertig machen. Wir wissen nicht warum sie uns so hassen, aber wir sind stolz auf Berlin, Manchester, Brüssel, Paris. Wir stehen zusammen und zeigen es dem „Islam Islam“, „ihr könnt uns nicht besiegen“…
        Aber nach einem Sieg, ehrlich gesagt, riecht es weder in Tripolis, noch in Damaskus, noch in Berlin oder in Paris, Manchester, Brüssel.
        Schon die Bibel wusste: Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
        Willkommen in der Wirklichkeit!

    • American Viewer Says:

      Sieh an, SS ist jetzt auch dafür die alle rauszuschmeißen.

    • DerLeopard24 Says:

      @ salamshalom:

      Einfach aus Interesse: Könnten Sie in ein paar Stichpunkten einmal aufzeigen, wie Ihre Strategie bezüglich Terrorismus/IS aussehen würde?

      • salamshalom Says:

        @Leopard

        Zunächst einmal gilt: Die Kurskorrektur muss zügigst, entschloßen und konsequent erfolgen. Und wir müssen einen gewissen zetlichen Rahmen für die Restauration einplanen.
        Eine Hauruck-Lösung gegen den IS/Terrorismus wird es nicht geben. Dazu steuerte der Westfrachter zu lange den falschen Kurs. Um den korrekten Kurs wiederzufinden und ihn zu befahren, muss die gleiche Zeitspanne eingerechnet werden.

        Dann, kurz in Stichpunkten wie gewünscht:
        – Zurück zum politischen Konsens. Einstellen aller bewaffneten Regime-changes oder jedweder Einmischung in innere Angelegenheiten souveräner Staaten
        – Abzug aller Soldaten, die sich nicht auf Einladung des Gastgebers im Land befinden, zurück in ihre Heimat
        – Wirtschaftliche und logistische Hilfe beim Wiederaufbau der „demokratisierten“ Staaten.
        – Sofortige Einstellung von Support sowie Distanzierung von der übelsten ideologischen Denke, dem Salafi-Wahabismus.
        – Abkehr von der diskriminierenden Strategie des Doppelstandarts. Gleiches Recht für alle. Gleiche Sanktionen für alle
        – Ernsthaftes Bemühen zur Lösung des größten und dauerhaftesten Konfliktes im Nahen Osten.
        – Die UN muss reformiert werden.
        – Neuordnung des Asylrechtes. Flüchtlingen, mit Gefahr an Leib und Seele, wird der Einlass gewährt. Ein Abschieben bei essentiellem Missbrauch des Gaststatus muss erleichtert werden.
        – Gleichberechigte Behandlung aller Weltreligionen, die sich von Terror und Unterdrückung lossagen. Das betrifft nicht nur die nahöstlichen Religionen.

        Das wären mal, so aus dem Stehgreif, die wichtigsten Punkte einer langen Liste, die aus dem Sammelsorium der jahrelangen Verfehlungen schleunigst korregiert werden müssten.

  2. American Viewer Says:

    Ganz Manchester ist mit Terroristen verseucht.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4543352/SUE-REID-Manchester-city-jihadis-hide-away.html

    Wobei das nicht spezifisch nur Manchester ist. So eine Karte könnte man wohl von fast jeder europäischen Großstadt zeichnen.

  3. American Viewer Says:

    Tatsächlich setzte sich Todenhöfer jedoch stets für den Erhalt des IS-Territoriums ein. Die Befreiung von Ramadi und Mossul vom IS wurden von Todenhöfer als Angriffe gegen den Islam verurteilt. Obwohl Todenhöfer den IS als das Gegenteil vom Islam darzustellen versucht, setzt er Angriffe gegen den IS mit Angriffen gegen den Islam gleich.

    Genau richtig. Man darf laut Meinungsmachern wie Augstein und JT jetzt langsam schon so ein bisschen gegen den IS sein – rein formal und auf dem Papier. Tote Kinder machen sich nicht so gut auf den Titelseiten, da werden selbst die eigenen Groupies langsam unruhig. Real sind dann aber alle Anti-IS-Maßnahmen, die über den Einsatz von Wasserpistolen hinausgehen, natürlich tunlichst zu unterlassen.

  4. aron2201sperber Says:

    Todenhöfer verwendet praktisch die gleiche Diktion wie die MB:

    https://www.middleeastmonitor.com/20170523-muslim-brotherhood-condemns-terrorist-attack-in-manchester-uk/

  5. aron2201sperber Says:

    Die Einstellung des Manchster-Killers wurde durch die Muslimbruderschaft geformt, auch wenn der Terror dann unter dem Mäntelchen des IS umgesetzt wurde:

    https://news.vice.com/story/the-manchester-bomber-grew-up-in-a-neighborhood-struggling-with-extremism

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