Assad und der Dschihad

Was wäre geschehen, wenn der Westen in Libyen nicht eingegriffen hätte?

Der Bürgerkrieg zwischen Bengasi und Tripolis wäre wohl trotzdem ausgebrochen.

Nur hätte er nicht 6 Monate gedauert, sondern er wäre länger, verworrener und auch wesentlich blutiger ausgefallen. Italien und die Türkei hätten weiter ihren Erdöllieferanten unterstützt, während reiche Ölscheichs die Sache der „Rebellen“ gefördert hätten.

Obama hätte wohl die Politik seiner demokratischen Vorgänger in Afghanistan und Bosnien wiederholt, und die größten Feinde des Westens indirekt unterstützt. Dieser Sumpf wäre der ideale Nährboden für Al Qaida und Konsorten gewesen.

Extremisten werden vom Chaos angezogen, wie Schmeißfliegen von Extrementen.

Am Ende hätte man erst recht eingreifen müssen, um sich nicht vorhalten zu lassen, man kümmere sich nicht um die armen Muslime.

Was dann aber trotzdem nichts mehr an den bitteren Vorwürfen der islamischen Welt geändert hätte (siehe Bosnien).

Auch das syrische Regime gewinnt durch das Veto seiner alten Verbündeten lediglich ein wenig Zeit.

Zeit, die der Dschihadismus dazu nutzen wird, auch in Syrien prächtig zu gedeihen.

Angesichts seiner Unterstützung für die Hisbollah-Terroristen im Libanon steht es jedoch gerade Assad am wenigsten zu, sich über eingesickerte Terroristen zu beklagen.

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25 Antworten to “Assad und der Dschihad”

  1. Besucher Says:

    So einfach ist es ja nun auch wieder nicht, in Ägypten herrscht Bürgerkrieg (nach der Wahl) und in Libyen auch:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,793222,00.html

    Das Problem (in den Medien wird suggeriert das es ein Problem des Westens ist) ist eher dass Assad nicht pro-Israel ist, solche Diktatoren wiegen tausendmal schlimmer als gewisse arabische Herrscherhäuser die auch gern mal in Bahrain zuschlagen.
    Darüber hört man natürlich nichts.

  2. arprin Says:

    1.In Syrien ist es viel schlimmer als in Ägypten und Libyen!

    2. Mubarak hatte doch den Frieden mit Israel garantiert und der Westen hat ihm trotzdem nicht geholfen.

    3. Denkst du, dass es Bahrain jetzt ohne die saudische Intervention besser ginge als Ägypten oder Libyen?

    4. Weißt du, dass es in Saudi-Arabien momentan noch verhältnismäßig ruhig ist?

    5. Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, es gibt keine jüdische (oder zionistische) Weltverschwörung…

    • Besucher Says:

      1. Woher wissen sie das?

      2. Tja, wer solche „Freunde“ hat…

      3.und 4. Saudi-Arabien als Ordnungsmacht, hehe, der Iran ist auch bloß „Ordnungsmacht“

      5. Aber es gibt eine Politik die sich einen Dreck um Menschenrechte schert und immer nur den bevorteilt der gerade mal auf „unserer“ Seite steht. Sowas nenn ich opportunistisches Kalkül welches uns als moralische Notwendigkeit verkauft wird.

      Wenn das mal nicht aufgeht wie jetzt bei der Resolution dann ist natürlich das Geheul groß.

      • arprin Says:

        Saudi-Arabien als Ordnungsmacht? Wann habe ich denn das befürwortet? Ich war gegen die Intervention in Bahrain.

        Nur: Der Aufstand in Bahrain war sicher auch keine freiheitlich-demokratische Bewegung. Das gibt es momentan nirgendwo in der arabischen Welt. Aber wieso waren sie gegen die Demonstranten in Ägypten und Libyen, aber gleichzeitig für die Demonstranten in Bahrain? Diese Logik verstehe ich nicht.

      • Besucher Says:

        ich war nicht per se gegen die Demonstranten in Ägypten und Libyen. Was aus Libyen zum Beispiel wird kann ich noch gar nicht beurteilen, wahrscheinlich ein failed state (mit den Konsequenzen der Auswanderung nach Europa, unter diesem Gesichtspunkt wär es besser gewesen wenn Gaddafi dran geblieben wär).
        Andererseits hat sich Gaddafi auch gern die Taschen mit EU-Geldern gefüllt und uns verhöhnt. Die Zeit wird es zeigen.

        In Ägypten zeigt es sich dass die Leute die Modernisierung wollen die Verlierer sein werden, der mit US-Geldern gepamperte Militärrat wird sich das Stillhalten gegenüber Israel weiterhin gut bezahlen lassen, während die Präsenz der Muslimbrüder und Salafisten die Gesellschaft weiter islamisieren und dadurch in die Handlungsunfähigkeit stürzen werden.

        Aber was z.B. soll denn im multikonfessionellen Syrien besser werden?
        Glauben sie nur wenn Assad auf einmal weg ist dann wird das da friedlich? Dann geht es dort genauso los wie im Irak.
        Und die Türkei darf dann Schutzmacht spielen, da werden sich die Syrer freuen.

  3. Jürgen Says:

    für Assad heisst gegen Israel zu sein

    • Besucher Says:

      Für Putin sein heißt gegen Israel zu sein
      Für Ron Paul sein heißt gegen Israel zu sein

      Wenn die Welt doch immer so einfach wäre, seufz…

  4. aron2201sperber Says:

    in Libyen und Ägypten herrscht kein Bürgerkrieg, auch wenn dank der Islamisten diese Gefahr, wie in der gesamten islamischen Welt immer droht.

    sowohl in Ägypten als auch in Libyen hat der Westen darauf verzichtet, bequeme Regime zu stützen, und damit den Bürgerkrieg, wie er dank der russischen Unterstützung in Syrien gerade tobt, zunächst einmal verhindert.

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/29/merci-sarkozy-2/

    • Besucher Says:

      Das aus Libyen mal schnell 600 DSCHIHADISTEN eingeflogen worden sind

      erwähnen Sie natürlich nicht.
      Entweder sie wissen es nicht oder sie verschweigen es.

  5. Besucher Says:

    Obamas Sicherheitsberater Donilon: „Das Ende des Assad-Regimes wäre ein großer Rückschlag für den Iran – eine strategische Niederlage, welche die Machtverhältnisse in dieser Region zuungunsten des Irans verändern würde.“

    „Foreign Policy“, die Zeitschrift des Council on Foreign Relations eröffentlichte im August 2011 einen Artikel, der sich mit der Einstellung des saudischen Königs zu Syrien im Zusammenhang mit einem Angriff auf den Iran befasste: „Der König weiß, dass außer dem Zusammenbruch der
    Islamischen Republik selbst, der Iran durch nichts so sehr geschwächt würde, wie durch die Ausschaltung Syriens.“

    Nikolai Platonowitsch Patruschew, der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates der Russischen Föderation, hat öffentlich festgestellt,
    Washington übe nur aus geopolitischen Gründen Druck auf Syrien aus, weil es dessen Verbindung zum Iran zerstören wolle, und nicht aus irgendwelchen humanitären Besorgnissen heraus.“

    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_12/LP02312_250112.pdf

    Also hört bitte auf von irgendwelchen Menschenrechten zu faseln…

  6. aron2201sperber Says:

    wo hast du was von Menschenrechten gelesen?

    Tatsache ist, dass es Russland ist, welches aus geopolitischen Interessen ein mieses Regime stützt, auch wenn dies unweigerlich zu einem Bürgerkrieg führt.

    aber was soll man sich von einem Land, das von einer Ex-KGB-Clique regiert wird, anderes erwarten?

    • Besucher Says:

      Die USA unterstützen den Wahabiten-Staat Saudi-Arabien NUN WIRKLICH nicht aus geopolitischem Interesse.
      Ironie aus.

      Wenn sie schon so pauschal argumentieren:
      Was soll man auch von einem Land erwarten, das von Goldman Sachs, Morgan Stanley, den Rockefellers und Rothschilds regiert wird, erwarten?

      Übrigens kennt hier jemand die Executive Order 11110 die Kennedy am 4. Juni 1963 unterschrieb?

      Als Präsident Abraham Lincoln zur Finanzierung des Bürgerkriegs 1861 Geld brauchte und ihm die Kredite der Notenbank,
      welche im Besitz der Rothschild-Gruppe war, zu teuer waren, ließ er eigene Dollarnoten drucken – den „Greenback“.
      Das war eine unkluge Entscheidung von Lincoln und er bezahlte dafür mit seinem Leben.
      1865 wurde er von einem Einzeltäter erschossen, der seinerseits auf der Flucht gleichfalls erschossen wurde.
      Der Nachfolger von A. Lincoln war A. Johnson, der interessanterweise die Produktion des „Greenbacks“ einstellte.

      John F. Kennedy wollte davon aber nichts wissen und am 4. Juni 1963 hat er die „Executive Order Nummer 11110“ unterzeichnet. Die „Executive Order 11110“ sollte die „Executive Order Number 10289“ annullieren und hätte bewirkt, dass die Geldhoheit verstaatlicht worden wäre. 1963 waren bereits über USD 4 Milliarden der sogenannten „United States Notes“ in den Geld-Umlauf gebracht worden und grosse Mengen warteten bereits in der Druckerei auf Auslieferung.
      Diese staatlichen Banknoten standen im krassen Gegensatz der vorher (und nachher!) üblichen „Federal Reserve Notes“. Wenn ihr einen Dollarschein habt , dann achtet mal auf diesen Aufdruck. Er kennzeichnet den Dollar als Privatgeld !!!.
      Am 22. November 1963 – 100 Jahre nach Lincoln – wurde JFK interessanterweise ebenfalls von einem Einzeltäter erschossen. Und zufälligerweise wurde dieser auch kurze Zeit nach dem Attentat ebenfalls niedergeschossen. Der Nachfolger von John F. Kennedy Lyndon Johnson stoppte die Banknotenproduktion sofort.

      Die „United State Notes“ wurden nach Möglichkeit wieder eingezogen, aber sie existieren immer noch (in geringer Menge) als begehrte Sammlerobjekte.

      • aronspeiber Says:

        Au Mann. Executive Order 11110. Die Verschwörungstheorie also.

        1. United States Notes gab es bis vom 19. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre.
        2. Die Executive Order 11110 hat nichts mit United States Notes zu tun, sondern mit der Ausgabe von Silberzertifikaten. Die United States Notes waren dagegen fiat money ohne Edelmetalldeckung.
        2. Die Executive Order 11110 annuliert nicht die Executive Order 10289, sondern sie ändert sie ab (Wort im Original „amend“), und zwar durch das _Hinzufügen_ eines Absatzes, nämlich der mit den Silberzertifikaten.
        3. LBJ hat nach dem Tod von JFK nichts unmittelbar eingestellt.
        4. Die Executive Orders 11110 und 10289 wurden erst von Reggean „aufgeräumt“.
        Was du da verbreitest, ist plumper Unsinn, der allein schon durch das _Lesen_ der genannten Executive Orders leicht widerlegt werden kann.

      • Besucher Says:

        Tja, wenn die Leute im Netz nicht mehr korrekt zitieren können.
        Die United States Notes kann es aber Ende des 19. Jhs. nicht ohne Edelmetalldeckung gegeben haben, da diese viel länger Bestand hatte (bis zum 1. weltkrieg?)

        Es stimmt natürlich dass der Bürger heute FED-Notes in der Hand hält. Gelder einer Privatbank.

      • Besucher Says:

        Aron Speiber?
        Du bist ja ein lustiger Zeitgenosse. Du versuchst zu beweisen dass der Blogbetreiber hier seine „Israelfreundschaft“ nur vortäuscht. Dann viel Spaß dabei.

        Stimmt, aus Deiner Sicht können ja nur wahre Sozialisten mit reinem Gewissen (LOL) Israelfreunde sein.

  7. aronspeiber Says:

    @Besucher: doch, die United States Note war im Gegensatz zur Federal Reserve Note (die zum Zeitpunkt der Schaffung der United States Note ja noch goldgedeckt war) von Anfang an fiat money, das war ja genau der Sinn dahinter.

    Und im übrigen versuche ich nicht nachzuweisen, Aron Sperbers „Israelfreundschaft“ wäre nur vorgetäuscht, alles was ich mache ist ihm seine eigene rassistische Kackscheiße um die Ohren zu hauen.

  8. Besucher Says:

    Danke für die Aufklärung, da muss ich nochmal nachlesen.

    Da Rassismus mittlerweile ein Totschlagargument geworden ist weiß ich natürlich nicht was Du damit meinst.

    Wenn es für Dich schon bedeutet dass z.B. ich ein Rassist bin wenn ich sage dass Deutschland ein Land ist das primär von Deutschen bewohnt werden soll, welche auch wiederum von Deutschen abstammen, dann kann ich Dich z.B. als einen sogenannten globalistischen Linken erkennen, der wiederum begreift dass nicht die Seinen seine Agenda bestimmen, sondern dganz andere.

    Gib mir mal nen Wink!

  9. aron2201sperber Says:

    da haben sich zwei gefunden 😉

    der rechte Diktaturenversteher, der sich von linken Verschwörungstheorien inspirieren lässt.

    und mein linker Stalker, der alle, die politisch rechts von ihm stehen als „rechtesextreme Rassisten“ diffamiert

    und zwar insbesondere dann, wenn diese „rechtsextremen Rassisten“ anders als der „Besucher“ nichts mit Diktaturen oder totalitären Ideologien am Hut haben, sondern eine tatsächlich rechtsxtreme Ideologie namens Islamismus kritisieren.

    Aron Speiber spiegelt den linken Mainstream wieder:

    Nicht echte Faschisten wie Le Pen oder Fini waren die Lieblingsfeinde der Journalisten, sondern Sarkozy und Berlusconi.

    Konservative Repulikaner werden als „rechtsaußen“ betitelt, während der 9/11-Truther Ron Paul zu einem „Wirtschaftsliberalen“ (heute auf Ö1 gehört)verniedlicht wird.

    Santorum trägt in allen deutschen Medien so konsequent den Vornamen „Der Erzkonservative“, wie man es sonst nur vom „Rechtspopulist Wilders“ kennt.

    der Islamist Erdogan und ebenso die Mullahs seien hingegen gediegende „Islamisch-Konservative“ (so wie die gute Merkel und ihre CDU,

  10. Besucher Says:

    ich ergänze noch:

    auch zu Saudi-Arabien, den VAE und Katar 🙂

  11. aron2201sperber Says:

    mir wäre es auch wesentlich sympathischer, wenn wir unser Öl nicht von Scharia-Fans beziehen würden.

    leider kann man sich die Religion seiner Handelspartner nicht aussuchen:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/29/religioser-fundamentalismus-als-hauptproblem/

    aber immerhin sind es Scharia-Fans, die es nicht unmittelbar zum Ziel haben, Krieg gegen uns zu führen.

  12. Rechte und linke „Lieblinge“ « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/06/die-schmeisfliegen-des-dschihad/#comments […]

  13. Besucher Says:

  14. aron2201sperber Says:

    desto weniger sich der Westen einmischt, desto mehr wird der Widerstand gegen das Assad-Regime von Saudi-Arabien, Katar etc. gelenkt werden.

    wenn man sich selbst nicht die Hände Assad schmutzig machen will, muss man eben das unterstützen, was da ist:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/03/06/unterstutzt-obama-die-neuen-osamas/

    in Afghanistan hat man dieser Strategie wohl nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht.

  15. Rückkehr der “Reallpolitk” « Aron Sperber Says:

    […] https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/06/die-schmeisfliegen-des-dschihad/ […]

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