Außengrenzen auf, Innengrenzen zu

Im Gegensatz zum Euro war der Wegfall der innereuropäischen Grenzkontrollen eine Errungenschaft, von der die europäischen Bürger sehr profitierten.

Ohne effizienten Schutz der EU-Außengrenzen war es jedoch nur eine Frage der Zeit, dass innerhalb der EU wieder Grenzen aufgezogen werden müssen.

Nach der Tragödie von Lampedusa wurde der Schutz der Außengrenzen fahrlässig aufgegeben.

Als Italiens linke Regierung sich dazu entschloss, alle Boote aus Libyen und Tunesien aufzufischen und den Grenzschutz aufzugeben, wurde dieses Verhalten von Deutschlands Regierung abgenickt, obwohl es klar sein musste, dass die Flüchtlinge wohl nicht in Italien bleiben würden.

David Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte gefunden.

Es war auch relativ klar, dass dann die linksradikale griechische Regierung dem Vorbild der linken italienischen Regierung folgen würde, und ebenfalls auf den Grenzschutz pfeifen würde.

Und wieder wurde das Verhalten abgenickt.

Ungarn hatte im Gegensatz zu Italien und Griechenland lange Zeit alle Flüchtlinge brav registriert und immerhin versucht, seine EU-Außengrenze zu schützen, wofür man von Frankreichs und Österreichs linken Regierungen prompt abgewatscht wurde.

Dass Ungarn das Asylchaos nicht für Deutschland lösen würde, musste selbst der orientierungslosen Frau Merkel klar sein.

Langsam wäre es für Europa an der Zeit zu erkennen, dass an Australiens “No Way”-Politik kein Weg vorbeiführt.

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13 Antworten to “Außengrenzen auf, Innengrenzen zu”

  1. Eloman Says:

    Dazu ein interessantes Interview mit Thilo Sarrazin in der ZEIT:

    http://www.zeit.de/2015/37/thilo-sarrazin-interview-fluechtlinge-zuwanderung-integration-frontex

    • aron2201sperber Says:

      Danke für den Hinweis auf das Interview.

      die Hauptargumentation seines Gegenübers war „Sie kommen so oder so“:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/08/30/kommen-sie-so-der-so/

      Sarrazin widerlegt dieses Argument ziemlich gut.

      • Eloman Says:

        Sehr interessant ist auch der Kommentarbereich. Man erkennt sehr deutlich die Polarisierung der öffentlichen Meinung.

      • American Viewer Says:

        „Sie kommen so oder so“

        Ich finde die Argumentation der deutschen Medien so verlogen und so dreist. Es gibt genug Beispiele dafür, dass man diese Ströme sehr wohl aufhalten und steuern kann:
        UK, Spanien, Polen, USA, China. Die Liste ist sehr, sehr lang.
        Diese Theorie erklärt auch kein bisschen, warum bis 2013/14 kaum Leute kamen? Was war denn da anders? Das interessiert irgendwie niemanden.

        Und trotzdem lügen die deutschen Medien einfach weiter. Woche für Woche.

        Und das ist nur eine Lüge von vielen.

        Andere beliebte Lügen sind:

        – 80% der syrischen Migranten seien Christen
        (Heiko Maas erzählt das immer, in Wirklichkeit kann jeder beim BAMF nachlesen, >80% sind Muslime.

        – die Migranten seien zu großen Anteilen hochqualifizierte Facharbeiter und würden den Sozialstaat entlassen
        (In Wirklichkeit stimmt das nur bei Migranten aus EU-Ländern. Die aktuellen Migranten sind mehrheitlich eben nicht qualifziert. Und selbst, wenn sie es wären: Sie sprechen die Sprache nicht und dürfen meist auch gar nicht arbeiten, selbst wenn sie es wollten. Das ist eine direkte Einwanderung in die Sozialsysteme

        – Prognosen sind auch wieder schwer in Mode: Auf Jahre werde dieser Migrantenstrom jetzt anhalten ist sich jedes große Medium und jeder Politikdarsteller sicher. (In Wirklichkeit sind Prognosen extrem schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen, aber diese Leute lernen das nie).

        Durch diese permanente Propaganda und Lügnerei entsteht natürlich kein Vertrauen bei vielen Europäern. Das ist doch nur logisch. So kann niemals Vertrauen entstehen.

      • aron2201sperber Says:

        tatsächlich dürften lediglich 50 % der aktuellen Syrer wirklich Syrer sein:

        http://kurier.at/politik/ausland/sind-alle-fluechtlinge-syrer-als-trittbrettfahrer-nach-europa/152.692.043

        wie hoch war wohl der Prozentsatz an echten Syrern bei den offensichtlich nur mit schwarzafrikanischen Migranten besetzten Booten aus Nordafrika, bei denen stets dreist verkündet wurde, es handle sich zum größten Teil um Syrer?

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/04/11/syrer-aus-libyen/

  2. Olaf Says:

    Seit dem Seehofer-Putsch hat sich die Merkel im Mauseloch verkrochen, wie eine Hexe. Die normative Kraft des Faktischen, die bis jetzt noch jeden durchgeknallten deutschen Diktator weggefegt hat, schlägt also wieder mal zu, und ihr Verkünder heißt Seehofer (und a bisserl Söder).

    • aron2201sperber Says:

      die hat sich mit unserem Faymännchen zusammengetan: was für ein Paar

    • American Viewer Says:

      Merkel ist noch lange nicht am Ende. Sie wird weitermachen wie bisher.

      https://americanviewer.wordpress.com/2015/09/15/deutschland-ungarn-eu-asyl/#more-5675

      Aber wenn Merkel weiterhin solche Fehler macht, könnte die CSU wirklich real gegen sie putschen. Zum Beispiel indem jemand wie Seehofer parteiintern gegen sie antritt. Aber dafür haben Seehofer und Co auch nicht die Eier. Also business as usual.

    • American Viewer Says:

      Merkel und Faymann sagen sie machen keine Fehler, wer hätte es gedacht:

      „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land“, erklärte Merkel. Das war eindeutig auf Kritik aus den eigenen Reihen gemünzt.

      Von der CSU war Merkel heftig kritisiert worden. Ihre Erklärung, das Asylrecht kenne keine Obergrenze, habe im Zusammenspiel mit Fotos, die eine lächelnde Merkel zusammen mit Flüchtlingen in Berlin zeigten, viele Menschen erst animiert, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen.

      Auch Faymann verteidigte die gemeinsame Entscheidung, syrische Flüchtlinge aus Ungarn nach Österreich und Deutschland zu lassen: „Ich bin dir dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst!“ Andere Politiker hätten Arbeitskreise eingesetzt oder Schuldige gesucht, Merkel und er hätten sich für die Menschlichkeit entschieden.

      Spannend war wie Faymann und Merkel die geschlossenen Grenzen erklären würden:

      Die Öffnung der Grenzen sei genauso wenig ein Fehler gewesen wie die Wiedereinführung von Kontrollen an diesem Sonntag. Es sei eine Politik der „Gleichzeitigkeit von Menschlichkeit und Kontrolle“, meinte Faymann.

      Bei Merkel und Faymann ist eher die Gleichzeitigkeit von maßloser Dreistigkeit und Dummheit Kern der Politik.

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article146445693/dann-ist-das-nicht-mein-Land.html

      • aron2201sperber Says:

        Es sei eine Politik der “Gleichzeitigkeit von Menschlichkeit und Kontrolle”, meinte Faymann.

        diese Schizopherie ist allerdings symptomatisch für das gesamte europäische Asylwesen.

        erst illegale Einreise, dann legaler Aufenthalt durch Antragstellung (mit endlosen Verfahren durch 100 Instanzen)

        solange man dieses Grundübel nicht erkennt und beseitigt, wird sich nichts bessern können

  3. Edle Retter, unwillige Versorger | Aron Sperber Says:

    […] war somit endgültig zu einem reinen Transitland geworden, das sich wie Italien die edle Rettung aller Bootsflüchtlinge erlauben […]

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