EU lässt sich mit getürkten Zahlen erpressen

Dem Bericht der Bundespolizei zufolge findet eine Rückführung der Flüchtlinge in die Türkei, wie sie im Abkommen der Europäischen Union im März 2016 mit Ankara vereinbart worden war, so gut wie nicht statt.

(SPON – Jörg Diehl)

Warum werden der Türkei Milliarden für Rückführungen bezahlt, wenn diese also gar nicht stattfinden?

Weil sich Europa auf Betreiben Deutschlands weismachen lässt, dass Erdogan Millionen Flüchtlinge versorge, die dank unserer Zahlungen an Erdogan in der Türkei blieben.

Jene mittlerweile angeblich „vier Millionen Flüchtlinge“ dienen Erdogan natürlich nicht nur als Geldquelle, sondern auch als Drohkulisse, um Europa zur Duldung seiner aggressiven Politik zu erpressen.

Die Flüchtlingskrise wurde nicht durch Erdogans miesen Deal mit Merkel, sondern durch die Schließung der Balkanroute beendet bzw. unterbrochen.

Aufgrund des Merkel-Erdogan-Deals wurden lediglich eine Handvoll Pakistaner und Bangladeschis von Griechenland in die Türkei zurückgeschickt. Für „Syrer“ (worunter auch Iraker, Afghanen fielen) war dies keine Abschreckung.

Was „Syrer“ davon abgehalten hatte, weiter nach Griechenland einzureisen, war die Aussicht, in Griechenland nach der Schließung der Balkanroute stecken zu bleiben.

Deswegen wird von der Asyl-Lobby alles unternommen, um eine Wiedereröffnung der Balkanroute durchzusetzen. Als erster Schritt muss statt Grenzschutz wieder Rettung eingefordert werden. Das schafft man am besten (wie vor 2015) durch die Verbreitung von „Tod im Mittelmeer“-Dramen:

„Mama, ich kann nicht mehr, bitte töte mich“

Zwei Familien ertrinken auf der Flucht von der Türkei nach Griechenland im Mittelmeer, nur drei Menschen überleben. Die Küstenwache wurde informiert – eine Rettung unterblieb. Eine Rekonstruktion.

Im Meer spitzt sich die Situation zu: Der Wind frischt auf, das Wasser ist etwa 15 Grad kalt, viele der Flüchtlinge drohen vor Erschöpfung und Unterkühlung einzuschlafen. Die irakische Überlebende erzählt später, wie sie versucht habe, ihre Kinder aktiv zu halten: „Ihr wolltet doch immer einen Badeurlaub, jetzt machen wir ihn“.

Die Kinder beginnen nach Stunden im Wasser zu zittern, erzählt Fahima, die einzige Überlebende aus Afghanistan. Die 45-Jährige verliert zwei Neffen, eine Nichte und ihre vier Kinder. Die letzten Worte ihres jüngsten Sohns: „Mama, ich kann nicht mehr, bitte töte mich.“

(SPON – Tod im Mittelmeer)

Danach müssen die mit Geretteten überschwemmten Inseln einknicken. Sind die Massen einmal am Festland, lässt sich schon irgendwie eine neue Route ins deutsche Asyl-Mekka finden:

Die Schlepper wählen der Analyse zufolge bewusst griechische Inseln aus, deren Aufnahmezentren für Flüchtlinge überfüllt sind. Wegen dieses Notstands würden die Menschen häufig aufs griechische Festland gebracht, was „die Möglichkeit der einfacheren Weiterreise nach Westeuropa“ eröffne, so die Bundespolizei. Dieses Vorgehen der griechischen Behörden erweise sich daher „zunehmend als Pull-Faktor für die illegale Migration aus der Türkei“, heißt es in dem Bericht.

(SPON – Jörg Diehl)

Bildergebnis für refugees idlib buses arrived

Aus Ost-Damaskus vertriebene Jihadisten sind mit ihren Familien nach Idlib befördert worden. Erdogan könnte sie einserseits für seinen eigenen Jihad gegen die Kurden einsetzen, oder sie aber auch als Stoßtruppen für eine neue Asyl-Invasion gegen Europa benützen.

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2 Antworten to “EU lässt sich mit getürkten Zahlen erpressen”

  1. aron2201sperber Says:

    Selbst der popelige Popp vom Spiegel erkennt, dass es sich beim Türkei-Deal um einen Bluff handelt:

    Der große Bluff

    Die EU verkauft den Flüchtlingspakt mit der Türkei als Erfolg. Bei der Umsetzung jedoch hakt es. Projekte liegen brach, Partner werden von der Türkei schikaniert.

    Ein Projekt aus dem Deal scheinen die Europäer inzwischen weitgehend aufgegeben zu haben: Resettlement. Die EU garantiert laut Abkommen, Syrer aus der Türkei nach Europa umzusiedeln. Die wenigsten Mitgliedstaaten jedoch kommen der Verpflichtung nach. In den vertraulichen Sitzungen des EU-Lenkungsausschusses wurde das Thema immer mal wieder angesprochen – ohne Ergebnis.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-tuerkei-deal-umsetzung-hakt-projekte-liegen-brach-partner-schikaniert-a-1200587.html

    er vergisst jedoch zu erwähnen, dass das Resettlement laut Deal Zug um Zug gegen in die Türkei zurückgesandte Syrer hätte erfolgen müssen.

    Syrer wurde kein einziger in die Türkei zurückgeschickt, daher hätte es eigentlich auch gar kein Resettlement geben dürfen

    • aron2201sperber Says:

      Popp erkennt zwar den Bluff, er versteht jedoch nicht, warum der Bluff funktioniert.

      Nämlich weil die Flüchtlinge von etwas anderem von einer Reise nach Griechenland abgehalten werden.

      Und dies hat nichts mit Erdogan, sondern mit der Schließung der Balkanroute zu tun.

      Dies kann sich Merkel jedoch nicht eingestehen, weil dann Kurz im Recht und sie im Unrecht gewesen wäre.

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