Die EU als Chance für Tsipras und Augstein

Angela Merkel – und hier kann man mal einen historischen Prozess an einer einzelnen Figur festmachen – hat Griechenland in eine Rezession gestürzt, die schlimmer ist als die berüchtigte Große Depression der USA. Manche Griechen vergleichen Merkel jetzt sogar mit Hitler.

Im Zweiten Weltkrieg wollten die Deutschen Europa erobern. Das ging schief. Man hat ihnen nach der Niederlage dennoch die Hälfte ihrer Schulden erlassen und beim Wiederaufbau geholfen. Die Griechen, denen man von Korruption bis Schlamperei alles Mögliche vorwerfen kann, sind nicht einmal in die Nähe solcher Schuld geraten. Dennoch wurde ihnen ein Sozialvernichtungsprogramm zugemutet, das keine demokratische Gesellschaft aushalten kann.

(Augstein)

Merkel hat höchstens den Fehler gemacht, Griechenland vor der Pleite zu bewahren, um den heiligen Euro zu retten.

Augstein war übrigens ein absoluter Befürworter dieser Politik.

Dass linksradikale Utopisten wie Augstein heute „überzeugte Europäer“ sind, zeigt wie falsch die Richtung ist, in die sich die EU entwickelt hat.

Lange Zeit diente die EU dem wirtschaftlichen Vorteil der europäischen Demokratien.

Heute führt die Politik der undemokratischen EU dazu, dass die Europäer ihren Glauben an die Demokratie verlieren und auf Scharlatane wie Tsipras hereinfallen.

Vielleicht schafft es die EU, auch Deutschlands Wohlstand so zu ruinieren, dass die Massen verzweifelt genug sind, sogar einem Augstein zu folgen.

Im Moment verurteilt Augstein deutsche Rechte (alle, die nicht so linksradikal wie er sind) ohne Gnade.

Sobald sie wie in Griechenland als Koalitionspartner in Frage kommen, hat er selbst mit den bösesten „Rechtspopulisten“ kein Problem:

Die Aufregung darüber, dass sich in der neuen griechischen Regierung nun ein Populist von Links mit einem Populisten von Rechts zusammentut, hat darum etwas Wohlfeiles. Was haben wir denn von den griechischen Wählern erwartet?

Augstein ist zwar heute der größte Pegida-Gegner aller Zeiten, trotzdem gibt es bereits jetzt eine klare Schnittmenge:

Mutti Multikulti

Wenn es um den Hass auf Angela Merkel geht, steht ein Jakob Augstein einem Jürgen Elsässer um nichts nach:

Merkel Elsässer

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8 Antworten to “Die EU als Chance für Tsipras und Augstein”

  1. American Viewer Says:

    Merkel hat wirklich extreme Fehler gemacht.

    Von Beginn der Krise ca. 2008 bis jetzt 2015 haben in Griechenland gemäßigte Politiker, auch viele Konservative wie Samaras regiert – denen hätte Merkel mehr helfen können und müssen. Das waren jetzt 7 lange Jahre, in denen sie alles wesentliche blockiert hat, was Griechenland geholfen hätte, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.

    Es steht wirklich in keinem Ökonomielehrbuch der Welt, dass man aus einer Great Depression wie Griechenland ganz ohne monetarische oder fiskalische Maßnahmen herauskommt.

    Die rechten amerikanischen Ökonomen bevorzugen monetarische Maßnahmen (salopp formuliert „Geld drucken“), linke amerikanische Ökonomen bevorzugen es, dass der Staat seine Ausgaben ausweitet (anderer Begriff „Schulden machen“).

    Merkel lehnt beides vehement ab.

    An dieser Stelle, darf man getrost an der Zurechnungsfähigkeit von Merkel zweifeln, die erwiesenermaßen nicht einmal auf ihre eigenen ökonomischen Berater (siehe Mindestlohn) hört.

    Die Frau ist schlichtweg ein bisschen arg inkompetent für diesen Job. So kritisch die Deutschen auch sonst gegenüber allem sein mögen, so bald man in DL eine gewisse Position erreicht hat, gilt man automatisch als kompetent für den Job. Die Möglichkeit, dass der Kanzler/Professor/Doktor (oder welche Obrigkeit auch immer) auf einem wichtigen Teilgebiet eine extrem krasse Fehlbesetzung sein könnte, wird gar nicht mehr in Erwägung gezogen.

    • aron2201sperber Says:

      die entscheidenden Fehler sind vor Merkels Ära passiert.

      man hat Griechenland wie ein normales Land behandelt, obwohl klar sein hätte müssen, dass dem nicht so war.

      Griechenland hat einerseits weitergemacht wie bisher (sowohl bei der Einnahmen als auch bei der Ausgabenseite), jedoch zusätzlich seine EU-Fassade auf Hochglanz poliert und alle Richtlinien, die nur mit der Ausgaben-Seite verbunden waren, mit Eifer befolgt.

      das Resultat war der komplette Staatsbankrott – hätte man Griechenland die Schulden erlassen, hätten die Griechen weitergemacht wie bisher – was Griechenland durchmachen musste, war sicher schmerzhaft.

      die Alternative, nämlich Griechenland einfach Pleite gehen zu lassen, wäre gerade für die Griechen noch viel schmerzhafter gewesen.

    • zrwd Says:

      uneingeschränkte Zustimmung!

  2. Mit der russischen Lüge leben | Aron Sperber Says:

    […] viel Verständnis für Putin hat, obwohl sich die EU in die gewünschte sozialistische Richtung entwickelt und Putin sich mit Europas Rechtsaußen verbrüdert, hat sentimentale […]

  3. Augsteins Pegida-Fratze | Aron Sperber Says:

    […] das neue Feindbild der ehemaligen Pegida-Fratze sich weitgehend mit dem eigenen Feindbild deckt, war dem feinen Prinz Augstein wohl etwas […]

  4. Augsteins eigene Geister | Aron Sperber Says:

    […] der neue Geist der ehemaligen Pegida-Fratze sich weitgehend mit Augsteins eigenem Geist deckt, war Augstein wohl etwas […]

  5. Wer ist der Geisterfahrer? | Aron Sperber Says:

    […] linksradikale Utopisten wie Augstein heute “überzeugte Europäer” sind, zeigt wie falsch die Richtung ist, in die sich die EU […]

  6. Mad Merkel macht die Querfront salonfähig | Aron Sperber Says:

    […] die etablierte Politik, bekommen linke und rechte Scharlatane ihre Chance – und immer öfter auch eine Kombination aus beiden […]

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